Christian Unverzagt

Der Ausgang aus der Bibliothek

Jean Baudrillards „Fatale Strategien“ und die Dissimulation des
sozialphilosophischen Diskurses

Zuerst erschienen in Etappe Nr. 5 (Mai 1990) unter dem Titel
Autonome Automaten

Jean Baudrillards Ausweg aus der Bibliothek 

Manchen gilt Schweigen als Weisheit,
anderen gilt die Weisheit nichts.
Wieder andere verstehen es,
im Fluß der Rede das,
was ihr den Sinn genommen hat,
verstummen zu lassen.

Der Ausgang aus der Bibliothek. Jean Baudrillards "Fatale Strategien"
Wurde Jean Baudrillards Name hierzulande in den 70er Jahren noch als Geheimtip unter Intellektuellen gehandelt, so garantierte seine Ankündigung in den 80er Jahren berstend überfüllte Hörsäle und einen reißenden Absatz seiner gerade neu erschienenen Publikationen. Wie ein merkwürdiger Magnet – oder ein moderner Magier? – hat Jean Baudrillard gänzlich disparate Haltungen angezogen. Die intellektuellen Desperados, die sich von der revolutionären Heerstraße des ökonomisch verschlüsselten Sozialen ins kommunikative Gestrüpp des Mediendschungels geschlagen hatten, wollten sich von ihm, der sich Nihilist genannt hatte, ihren Weg ausschildern lassen...

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